Aluminium-Architektur-Preis 2025: Nachhaltige Architektur mit Zukunft
- AFI
- 13. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Jan.
Der Aluminium-Architektur-Preis 2025 zeichnet Bauprojekte aus, die zeigen, welches architektonische, technische und ökologische Potenzial im Werkstoff Aluminium steckt. Innovative Gestaltung, langlebige Konstruktionen und nachhaltige Materialstrategien standen auch in diesem Jahr im Mittelpunkt der Juryentscheidung.
Auszeichnung für herausragende Aluminium-Architektur
Vergeben wird der Preis vom Aluminium-Fenster-Institut gemeinsam mit der Architekturstiftung Österreich und der IG Architektur. Ziel ist es, Projekte sichtbar zu machen, die Aluminium nicht nur konstruktiv einsetzen, sondern auch gestalterisch und nachhaltig weiterdenken.
Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung erhielt die Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH den Aluminium-Architektur-Preis 2025 für ihr eingereichtes Projekt "Die Sport-Arena Wien". Außerdem entschied sich die Fachjury, einen Sonderpreis zu vergeben: Der Anerkennungspreis für nachhaltige Architektur ging an Arch. DI Yvonne Biering von cy architecture für ihr eingereichtes Projekt "The Flash".

Siegerprojekt: Sport-Arena Wien
Im Rahmen des Aluminium-Architektur-Preises 2025 würdigte die Fachjury die Sport-Arena Wien als herausragenden, wegweisenden Neubau mit hoher gesellschaftlicher und infrastruktureller Bedeutung. Auf dem Gelände des ehemaligen Ferry-Dusika-Hallenstadions entstand ein moderner Sportkomplex mit drei unabhängig nutzbaren Hallen für Ballsport, Geräteturnen und Leichtathletik – die Anlage bietet Platz für bis zu 3.000 Zuschauer:innen und ermöglicht jährlich rund 38.000 Nutzungsstunden.
Mit beeindruckender technischer und ökologischer Innovation setzt das Projekt Maßstäbe: Es umfasst 13.000 m² Sportfläche, rund 20 verschiedene Sportarten und ist auf „klimaaktiv Gold“-Standard ausgelegt. Auf dem Dach befindet sich eine der größten Photovoltaik-Thermie-PVT-Anlagen Europas, unterstützt durch Bauteilaktivierung, Wärmepumpen und Tiefensonden. Die Wiederverwertung von rund 95 % der Baurestmassen sowie eine ressourcenschonende Baustellenlogistik unterstreichen das ganzheitliche Konzept.
Architektonisch überzeugt die Arena durch klare Formen, lichtdurchflutete Innenräume, eine raffinierte Stapelung der Hallen und präzise metallbauerische Verarbeitung – sie verbindet modernste Sportinfrastruktur mit städtischem Umfeld.
Entscheidend für die Jury war vor allem die Funktion des Neubaus als integraler Bestandteil der kommunalen Infrastruktur: ein lebendiger Ort für Vereine, Schulen und sportliche Begegnung – und damit ein zentraler Beitrag zu Teilhabe, Austausch und gelebter Gemeinschaft.

Anerkennung für nachhaltiges Bauen im Bestand: The Flash Boulderhalle
Einen Anerkennungspreis für nachhaltige Architektur erhielt das Projekt „The Flash“ von Yvonne Biering (cy architecture). Die Boulderhalle im 20. Wiener Bezirk, die auf beispielhafte Weise zeigt, wie qualitätsvolle Architektur im Bestand gelingen kann. In einer ehemaligen Lagerhalle und Garage entstand ein moderner Sport- und Begegnungsort, der den Charakter des Bestands bewusst bewahrt und zugleich durch präzise gesetzte Einbauten, helles Holz und Farbakzente eine neue, eigenständige Identität erhält.
Besonderes Augenmerk verdient der ressourcenschonende Umgang mit der vorhandenen Struktur: Der Bestand bleibt sichtbar, Haustechnik und Beleuchtung wurden offen geführt, und wo Eingriffe nicht notwendig waren, blieb die Substanz unangetastet. Die Erneuerung der Energieversorgung – vom Ersatz der alten Ölheizung durch Wärmepumpen bis zur geplanten Photovoltaikanlage – unterstreicht die nachhaltige Haltung des Projekts.
Auch hier war für die Jury neben der hohen Qualität der Umsetzung die gesellschaftliche Bedeutung ausschlaggebend: “The Flash” ist – ebenso wie der diesjährige Preisträger – ein kommunales Infrastrukturprojekt, das Gemeinschaft, Austausch und Teilhabe stärkt. Ein Ort, der Sport, Begegnung und gelebte Gemeinschaft auf zeitgemäße Weise zusammenführt.

Aluminium als Schlüsselmaterial für zukunftsfähige Architektur
Die prämierten Projekte machen deutlich: Aluminium-Architektur steht für Gestaltungsfreiheit, hohe technische Performance und nachhaltige Lösungen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg. Gerade für Architekt*innen und Bauherr*innen bietet der Werkstoff entscheidende Vorteile – von der Planung über die Ausführung bis zur langfristigen Werthaltigkeit.
Der Aluminium-Architektur-Preis 2025 setzt damit ein starkes Zeichen für eine Baukultur, die Verantwortung, Qualität und Innovation verbindet.








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