AFI-Bautechnikum-Preis: Wie praxisnahe Wettbewerbe technische Talente fördern
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Mit dem geplanten AFI-Bautechnikum-Preis sollen junge Talente die Möglichkeit erhalten, ihr technisches Wissen praxisnah anzuwenden und innovative Ideen mit Aluminium umzusetzen. Wettbewerbe dieser Art schaffen zusätzliche Motivation und fördern jene Fähigkeiten, die in der späteren Berufswelt entscheidend sind: Kreativität, Planungskompetenz, Teamarbeit und Durchhaltevermögen.
Von der ersten Idee über die praktische Umsetzung bis hin zur Präsentation der Projekte sammeln Schüler*innen wertvolle Erfahrungen außerhalb des klassischen Unterrichts. Gleichzeitig zeigt der Wettbewerb, wie wichtig eine praxisnahe Ausbildung und der direkte Bezug zur Branche für die Entwicklung technischer und kreativer Kompetenzen sind.
Ein Gespräch mit Christoph Müller, dem Schulleiter des Camillo Sitte Bautechnikums in Wien macht deutlich, welchen Mehrwert solche Initiativen für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte haben.
1. Was macht Wettbewerbe oder Schulpreise generell so wertvoll für die Entwicklung technischer und kreativer Kompetenzen?
Wettbewerbe fördern die Motivation der Schüler*innen stärker als regulärer Unterricht zusätzlich gestalten Schulprojekte mit konkreten Aufgaben die Ausbildung praxisnaher. Beim Probieren und Erforschen von Materialien werden die technischen Kompetenzen gezielt entwickelt, die Schaffenskraft junger Menschen gefördert. Wir wissen aus Rückfragen, dass unsere Absolvent*innen von eigenen Projekten an der Schule längerfristig am meisten profitieren.
2. Welche Fähigkeiten können Schüler*innen durch die Arbeit an konkreten Projekten mit Materialien wie Aluminium besonders gut entwickeln?
Schüler*innen können ihre Fähigkeiten in den Bereichen Entwurf, Plandarstellung, Detailplanung, Berechnung und Präsentation stärken. Sie entwickeln im Idealfall auch ein stärkeres Gespür für die statischen und bauphysikalischen Eigenschaften als auch die Möglichkeiten zur Oberflächengestaltung. All dies kann in der Gesamtheit zu einer besseren Planungskompetenz führen, da in der Praxis meist auch verschiedene Fähigkeiten zur Umsetzung eines Projektes benötigt werden.
3. Was wünschen Sie sich, dass Ihre Schüler*innen aus der Teilnahme an einem solchen Wettbewerb langfristig mitnehmen – fachlich und persönlich?
Eigene Projekte mit ihren Höhen und Tiefen fördern die Durchhaltefähigkeit und somit auch die persönliche Kompetenz. Wenn ein Projekt aus mehreren Bereichen besteht, wie z.B. einer Recherchearbeit, praktischen Anwendungsbeispielen (z.B. Metallbearbeitung) als auch einer Exkursion, passiert oft eine stärkere Verknüpfung und längerfristige Verankerung der Lehrinhalte.
Zusätzlich werden Kompetenzen wie Präsentation und Kommunikation gefördert, wenn Vertreter*innen aus der Praxis in die Schule kommen, um die Ergebnisse zu sehen.
4. Welche Rolle spielen Werkstoffe wie Aluminium heute in der technischen Ausbildung an Ihrer HTL?
Aluminium wird wie andere Baustoffe in der Baukonstruktion, in den Projektarbeiten als auch in der Tragwerkslehre sowie in der Metallwerkstätte praxisnah behandelt. Es gibt mehrere 1:1 Modelle von Gebäude-Ausschnitten im Schulgebäude. Diese Modelle wurden im Rahmen des Unterrichts erstellt und dienen der Veranschaulichung. Bei diesen Modellen wurden die wesentlichen Baustoffe verbaut, auch Aluminium.



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