© www.alufenster.at | Harald Greger - Besucher bei der Bauvisite   © www.alufenster.at | Harald Greger - Eingangsbereich ins ”Haus der Barmherzigkeit”   © www.alufenster.at | Harald Greger - Innnenhof, Blick auf die Kapelle   © www.alufenster.at | Harald Greger - Inseln auf der Dachterrasse   
© www.alufenster.at | Harald Greger - Blick in die Umgebung   © Lena Deinhardstein - modernes geriatrisches Pflegekrankenhaus   © Lena Deinhardstein - eigene Loggia für jedes Zimmer   © Lena Deinhardstein - neue Maßstäbe in der Langzeit-Betreuung   

Bauvisite ”Haus der Barmherzigkeit”

Neue Architektur für geriatrische Pflegeeinrichtung

Die Österreichische Gesellschaft für Architektur (ÖGFA) veranstaltet in diesem Jahr eine Reihe von Bauvisiten. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Aluminium-Fenster-Institut führte sie am 13. Mai 2005 die Bauvisite "Haus der Barmherzigkeit" durch - es führte der Architekt Manfred R. Resch.

Derzeit leben rund dreihundert hochbetagte, schwer chronisch kranke Menschen im neuen Haus der Barmherzigkeit in Wien-Ottakring. Das moderne geriatrische Pflegekrankenhaus wurde in nur zweijähriger Bauzeit errichtet. Das Architektenteam "archoffice" plante ausschließlich Ein- und Zwei-Bettzimmern mit Veranden und eigenem Sanitärbereich für die Langzeit-Patienten.

Wohnqualität, Integration und Jahreszeiten beeinflussten Planer

Für die Planung des Bauprojektes zeichnet das Wiener Architekturbüro „archoffice“ (Prof. Manfred F. Resch und DI Robert Kratschmann) verantwortlich. Wichtigste Anforderung war die Wohnqualität der Patienten im geriatrischen Krankenhaus. Ebenso wünschte sich das Haus der Barmherzigkeit eine funktionelle Integration von „öffentlichen“ Flächen wie Café oder Frisör. Diese können auch von Anrainern aus der Umgebung genutzt werden. Architektonisch kommt diese Offenheit kommt durch die Glasfassade zum Ausdruck. Hinter dieser sind kleine unbeheizte Veranden erkennbar. Architekt Prof. Mag. Manfred F. Resch: „Jedem Zimmer ist eine Loggia vorgelagert. Dadurch gewinnt der Bewohner zusätzlichen Freibereich und Raum für private Nutzung wie Grünpflanzen oder Kanarienvogel. Er kann den Wechsel von Frühling, Sommer, Herbst und Winter erleben und beobachten.“

Modernste Geriatrie in Ottakring

Mit rund 500 Betreuungsplätzen für alte und chronisch kranke Menschen in Wien ist das Haus der Barmherzigkeit Österreichs größter privater Träger im Bereich der intensiven Langzeit-Betreuung. Institutsdirektor und Ärztlicher Leiter Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger freut sich über den gelungenen Bau: „Das neue Haus der Barmherzigkeit zählt mit diesem Bau zu den modernstem geriatrischen Pflegekrankenhäusern Europas. Diese Raumstruktur wird die jetzige gute Betreuung hervorragend ergänzen. Das Haus der Barmherzigkeit setzt damit neue Maßstäbe in der Langzeit-Betreuung. Denn mehr Platz und Privatsphäre bedeuten auch eine bessere Lebensqualität und ein Altern in Würde“, so Gisinger.

Neue Maßstäbe in der Langzeit-Betreuung

In dem 26.000m² großen geriatrischen Pflegekrankenhaus werden professionelle Pflege, ärztliche Betreuung rund um die Uhr sowie ein umfassender Therapie-Bereich mit Ergo-, Physio-, Psycho-, Hydro-, Musik-, Kunst- und Tiertherapie angeboten. Für die Betreuung von Multiple Sklerose-, Wachkoma- und Alzheimer-Patienten sind eigene Einheiten eingeplant. Ein Diagnosezentrum mit Therapie-Garten, ein Internet-Café, begrünte Dachgärten und ein Betriebskindergarten runden das Angebot ab.

Der Rechtsträger

Das 1875 gegründete Haus der Barmherzigkeit (HB) ist ein Institut kirchlichen und staatlichen Rechtes. Es bietet alten Menschen mit chronischen Erkrankungen und jüngeren mit schwer mehrfacher Behinderung eine interdisziplinäre Langzeit-Betreuung an. Das HB ist eine private und gemeinnützige Pflegeeinrichtung.

Die einzelnen Einrichtungen sind als Teilbetriebe organisiert:

  • Geriatrisches Pflegekrankenhaus (Sonderkrankenanstalt) Seeböckgasse 30a in Wien-Ottakring: 300 Betten, 320 Mitarbeiter
  • Geriatrisches Pflegekrankenhaus (Sonderkrankenanstalt) Vinzenzgasse 2-6 in Wien-Währing: ca. 200 Betten, 150 Mitarbeiter
  • Haus der Barmherzigkeit Integrations Team (HABIT): 13 betreute Wohngemeinschaften und drei Basale Tageszentren für schwer mehrfachbehinderte Menschen: 190 Klienten, 180 Mitarbeiter
  • Pflegezentrum Clementinum in Kirchstetten, NÖ: 90 Betten, 55 Mitarbeiter

Zukunft

Das HB möchte auch weiterhin in diesem Betreuungsbereich die qualitative Führung ausbauen. Insgesamt wird künftig mit einer erhöhten Nachfrage nach solchen Betreuungsleistungen gerechnet.

Nach dem Neubau des geriatrischen Pflegekrankenhauses in Wien-Ottakring wird ein weiteres in Wien-Kagran (Tokiostrasse, Eröffnung 2006) errichtet. Ein weiterer Augenmerk liegt auf dem Ausbau von Qualitätsstandards in der Geriatrie als auch im HABIT-Bereich. So ist St. Jakob die erste ISO-zertifizierte Wachkoma-Station Österreichs.

Lesen Sie auch den AFI-OBJEKTBERICHT zum HAUS DER BARMHERZIGKEIT, dem aktuellen Objekt des Monats.

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