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Aluminium: ein ökoeffizienter Werkstoff

Zunehmender Einsatz von Sekundäraluminium spart Ressourcen und Energie

Aluminium ist das häufigste Metall der Erdkruste und ist daher in fast unerschöpflichem Ausmaß vorhanden. Jährlich werden weltweit rund 41 Millionen Tonnen Aluminium aus Bauxiterzen gewonnen. Verbunden mit den besonderen Eigenschaften eines witterungsbeständigen Leichtmetalls ist Aluminium ein Werkstoff, der den vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit gerecht wird.

Durch den Einsatz modernster Techniken wird die Aluminiumproduktion zunehmend ökologischer und nachhaltiger durchgeführt. Dabei werden heute modernste, ökologisch verträgliche Technologien eingesetzt. Wiederaufforstung der Abbauflächen, Wiedergewinnung von Natronlauge aus dem Rotschlamm zur umweltverträglichen Ablagerung, Verringerung des Energiebedarfs zur Elektrolyse und weitgehender Einsatz von regenerativer und emissionsfreier Wasserkraft, hochwirksame Abgasreinigung bei der Elektrolyse sowie hohe Recyclingraten sind die wichtigsten umwelttechnischen Maßnahmen der letzten 40 Jahre.(1) Durch Ressourcenschonung, Emissionsverminderung und weitgehender Kreislaufführung von Betriebsstoffen, Schrotten und Altmaterial ist Aluminium ein ökonomisch und ökologisch nachhaltiger - ökoeffizienter - Werkstoff.

Ressourcenschonende Produktion

Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurden die Verfahren bei der Produktion permanent verfeinert und verbessert, anfangs vor allem in Richtung erhöhter Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Unter dem Druck des wachsenden Umweltbewusstseins breiter Gesellschaftsschichten waren die Aluminiumerzeuger in den letzten Jahrzehnten verstärkt bemüht, den Energieverbrauch und die Schadstoffemissionen ihrer Werke zu reduzieren. Vor rund 30 Jahren erforderte der Elektrolyseprozess zur Herstellung von einem Kilogramm Aluminium rund 21 kWh elektrischen Strom. Heute liegt dieser Wert bei durchschnittlich 13 kWh. Dies entspricht einer Verringerung um ein Drittel. Zudem ist der Anteil der Wasserkraft am weltweiten Energieeinsatz für die Primäraluminiumproduktion steigend.(2) Derzeit liegt er schon bei über 60 %.

Ein Rückblick: Aluminium – das erste "Leichtmetall", das industriell gefertigt wurde

Waren Gold, Kupfer und Eisen schon in der Vorgeschichte und in versunkenen Kulturen in Gebrauch, so kam Aluminium erst ab etwa 1890 industriell in Verwendung. Es ist also ein Metall der industriellen Pionierzeit. Aluminium wurde 1807 von Sir Humphry Davy als das Metall in der Tonerde entdeckt, aber erst um 1850 wurde in Frankreich ein Herstellungsprozess entwickelt, mit dem die ersten Aluminiumprodukte angefertigt werden konnten. Damals noch so teuer wie Silber, waren die ersten Produkte für gewichtssparende Ausrüstungsteile der Reiterei Napoleons III. gedacht.(3)

Da zur Gewinnung von Aluminium aus dem Gestein elektrischer Strom benötigt wird, war die Erfindung des elektrischen Generators im Jahre 1866 durch Siemens eine Voraussetzung für die großtechnische Herstellung. Und mit dem Elektrolyseprozess des Amerikaners Hall und des Franzosen Héroult wurde 1886 die heutige Form der Aluminiumgewinnung geboren. Aluminium war damit das erste "Leichtmetall", das industriell gefertigt wurde. Auf dieser Eigenschaft baut die rasante Erfolgsgeschichte dieses jungen Metalls auf. Leicht, witterungsbeständig und einfach zu bearbeiten, das sind jene Eigenschaften, die den Bedarf an dem Metall rasch wachsen ließen.

Aluminium, ein Hightech-Werkstoff, damals und heute

Waren die ersten "Hightech"-Einsätze des Metalls im Bereich von Luftschiffen und Rennfahrzeugen, so fanden auch Architekten der Jahrhundertwende Gefallen an dem neuen Werkstoff. Im Postsparkassenamt von Otto Wagner in Wien sind Schächte und Appliken aus dem damals völlig neuen Werkstoff Aluminium - der Bau stammt aus dem Jahr 1906. Auch heute ist Aluminium ein Hightech-Werkstoff: Karosserien von "Leicht- Automobilen", Hochgeschwindigkeitszüge, Großraumflugzeuge, Satelliten, Weltraumstationen und Solarfassaden sind Anwendungsbereiche, in denen das Leichtmetall Aluminium nicht mehr wegzudenken ist. Durch modernste Profiltechniken ist Aluminium im Fenster-, Türen- und Fassadenbau im funktionellen wie auch im gestalterischen Bereich ein hochbegehrter Werkstoff.



ZITATE
(1) Gesamtverband der Deutschen Aluminiumindustrie (Hrsg.), Aluminium im Bauwesen, S. 6 ff.
(2) Gesamtverband der Deutschen Aluminiumindustrie, http://www.aluinfo.de/index.php/erzeugung-von-aluminium.html
(3) http://www.aluinfo.de/index.php/produktion-weltweit.html

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