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Frischer Wind für die Baukultur

Neue Sprecher der Plattform für Architekturpolitik und Baukultur

Mit 1. Jänner 2010 hat die Plattform für Architekturpolitik und Baukultur zwei neue Sprecher: Jakob
Dunkl und Bernhard Steger werden in Zukunft das Anliegen, Architektur und Baukultur in Österreich verstärkt politisch zu verankern, vertreten.

Die Plattform für Architekturpolitik und Baukultur ist ein unabhängiger, politischer Zusammenschluss aller architekturrelevanter Institutionen (Berufsvertretungen, Architekturvermittlung, Lehre und Forschung) mit dem Ziel, Baukultur in der Politik als gesamtheitliches und ressortübergreifendes Anliegen zu etablieren. Mit der parlamentarischen Enquete zu Architekturpolitik und Baukultur in Österreich (2004), dem ersten Baukulturreport (2006), dem Treffen des europäischen Forums für Architekturpolitik in Wien (2006) und der Einrichtung des Beirates für Baukultur im Bundeskanzleramt (2009) wurden bereits wichtige Meilensteine erreicht.

„Ziele der kommenden Jahre sind eine Stärkung der Bauherrenverantwortung im Bereich der öffentlichen Hand vom kommunalen Hochbau bis hin zu den ausgelagerten Gesellschaften; hier hat insbesondere die Genese des Projektes des Asylerstaufnahmezentrums in Eberau noch großen Bedarf aufgezeigt. Ein weiterer wesentlicher Bereich öffentlicher Bautätigkeit ist der Schulbau. Hier gilt es nach Jahren der abwicklungstechnischen Optimierungen (Stichwort PPP-Modelle) wieder das Primat der pädagogischen Zielsetzungen einzufordern“, so Bernhard Steger. Denn die Qualität der Ausbildung ist auch eine baukulturelle Frage, so wie Baukultur auch eine Aufgabe der Ausbildung werden soll. Nicht zuletzt gilt es auch das Potential des Bauens für zukunftsfähige Entwicklungen im sozialen, im ökologischen und ökonomischen Bereich zu erkennen. Neben einer Weiterführung bestehender Förderinstrumente (energetische Sanierungen) ist hier insbesondere eine verstärkte Grundlagenforschung und ein Nachdenken über verbesserte Planungsprozesse in der Raumplanung zu fordern. „Ein erster Schritt wäre die Aufwertung des Beirates für Baukultur im Bundeskanzleramt durch eine fachliche Koordinierungsstelle, um durchgehende Qualitätsstandards zu sichern und teure Doppelgleisigkeiten zu vermeiden“, meint Jakob Dunkl.

Es gilt zu vermitteln, dass Baukultur keine Frage des Geldes sondern eine Frage des bewussten Umgangs damit und somit eine Frage des Qualitätsanspruchs ist. Hier sind auch die Medien und insbesondere der ORF gefordert. „Wir sind überzeugt, dass Beispiele gelebter Baukultur breites Interesse finden. Denn wenn Baukultur konkret wird, betrifft es unsere unmittelbaren Lebensrealitäten. Und das nicht nur heute: denn unser heutiges Bauen ist das kulturelle Erbe von Morgen“.

Arch. DI Jakob Dunkl
Partner bei querkraft architekten, Sprecher der ig-architektur 2002-2004, Lehrtätigkeit in Wien und den USA; seit 2004 Mitglied im erweiterten Vorstand der Plattform für Architekturpolitik und Baukultur, Mitautor des Baukulturreports 2006; Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten (BDA)
Kontakt: jakob.dunkl@architetkurpolitik.at, mobil: +43-699-100 888 81

DI Dr. techn. Bernhard Steger
Partner bei mohr steger architektur und Assistent an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien, wissenschaftliche Forschungen zur neueren österreichischen Architekturgeschichte, regelmäßige publizistische Tätigkeit für Fachmedien
Kontakt: bernhard.steger@architekturpolitik.at, mobil +43-650-612 81 43

Plattform für Architekturpolitik und Baukultur
Architekturpolitik Presseinformation (Download PDF)
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