Alu-Preis um 38 Prozent gestiegen

Vorsicht bei Fixpreisbindungen geboten

Von Juli 2005 bis Februar 2006 stieg der Preis für Aluminium um 38 Prozent an. Im Februar 2006 verzeichnete eine Tonne Aluminium an der Londoner Metal Exchange den Höchststand seit 16 Jahren. Internationalen Börsenanalysten zufolge wird dieser Preis weiter steigen.

Spekulanten treiben Preis weiter an

Die Ursache der Preisentwicklung liegt einerseits in Fondskäufen von Aluminium, die andererseits durch die generell starke Rohstoffnachfrage in Asien - vor allem in China - hergerufen wird. Aufgrund der Spekulationen ist seit August 2005 auch die bisher bestehende Beziehung zwischen der Entwicklung des Dollars und des Aluminiumpreises verloren gegangen. Börsenanalysten gehen davon aus, dass im ersten Halbjahr 2006 mit keiner Entspannung zu rechnen ist. Weiters wird angenommen, dass die Rohstoffpreise längerfristig auf einem höheren Niveau verbleiben werden.

Alu-Abnehmer kaufen zu aktuell hohen Preisen ein

Die Alu-Abnehmer haben im letzten Halbjahr die Preisentwicklung mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt und sich nicht - wie grundsätzlich üblich - Ende des Jahres bereits mit 80% des kalkulierten Jahresbedarfs eingedeckt. Es wurde auf einen Preisrückgang gehofft, der nicht eintrat. Um den Aluminiumbedarf zu befriedigen, muss nun auf einem sehr hohen Preisniveau eingekauft werden.

Preissteigerungen sind unumgänglich

Das anhaltend hohe Preisniveau zwingt die Alu-Bezieher diese Kostenentwicklung zu einem gewissen Teil an ihre Abnehmer - die Metallbaubetriebe - weiter zu geben. Wesentlich ist, dass sich die Kette auch bei den Metallbautrieben weiter fortsetzt. Diese müssen bei ihren Angebotslegungen die aktuelle Situation ebenso berücksichtigen. Fixpreisbindungen sind möglichst zu vermeiden.

Mehrkosten für Bauherren von ein bis drei Prozent

Für Bauherren, die sich bei ihren Bauvorhaben beispielsweise für eine Alu-Glas-Fassade entscheiden, kommt der hohe Alu-Preis in einem Ausmaß von ein bis drei Prozent zum Tragen.

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