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Österreichischer Metallbautag 2006

mehr als 140 Metallbauer reisten nach Linz

Der 27. Jänner 2006 wurde zu einem großen gesellschaftlichen „Come Together“ für die österreichische Metallbaubranche. Mehr als 140 Brancheninsider kamen im alten Rathaus in Linz zusammen um sich über aktuelle Themen und Trends der Branche zu informieren und auszutauschen.

Der Österreichische Metallbautag 2006 bot ein abwechslungsreiches Programm und stieß bei den Teilnehmern auf äußerst positiven Anklang. Nicht zuletzt deshalb plant der Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft der Hersteller von Metall-Fenster/Türen/Tore/Fassaden (AMFT), den Branchenevent künftig alle zwei Jahre zu organisieren.

Kommerzialrat Alois Heidenbauer, amtierender Präsident der AMFT, und Mag. Harald Greger, Geschäftsführer des Kooperationspartners Aluminium-Fenster-Institut (AFI), konnten Teilnehmer aus allen Bundesländern begrüßen. Der Linzer Bürgermeister Dr. Franz Dobusch ließ es sich nicht nehmen, die Brancheninsider in „seiner“ Landeshauptstadt willkommen zu heißen. Schließlich gaben die Vortragenden den Zuhörern wichtige Impulse für ihre tägliche Arbeit.

Hochkarätige Referenten - positives Echo

Mit einer Trendstudie zur Frage von Bauherren-Entscheidungen ließ Mag. Doris Eyett vom Linzer IMAS beim Metallbautag aufhorchen. Laut der repräsentativen Umfrage trifft die Entscheidung über den Werkstoff letztendlich der Bauherr. Das gaben 69% der befragten Bauherren und 33% der Architekten an. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei Aluminium-Fenster und Fassaden eine Rolle spielen, steigt – denn 90% der Bauherren und 95% der Architekten finden das Material sympathisch oder stehen ihm neutral gegenüber. Als die Umfrage im Jahr 2004 durchgeführt wurde, waren es noch 74% (Bauherren) bzw. 87% (Architekten). Für die Studie wurden im Juli 2005 jeweils 100 Architekten und Bauherren telefonisch befragt.

Technik - Fortschritt - Normen

Mag. Arch. Ing. Elgar Zöhrer vom Österreichischen Normungsinstitut wies die Branchenvertreter auf den Stand der Arbeiten bei der europäischen Normung im Bereich Fenster, Türen und Vorgangfassaden hin. Dabei betonte er vor allem, dass die neuen Normen in allen 28 EU-Mitgliedsländern gelten. Das wirkt sich auch auf den internationalen Handel mit Waren aus dieser Produktgruppe aus.

Bauen und Recht im Dialog

DI Georg Pommer (Leiter des Hochbaulabors der MA 39 - VFA, gerichtlich zertifizierter Sachverständiger) und der Jurist Rechtsanwalt Mag. Ludwig Redtensteiner gaben einen Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen beim Thema Bauen. So wurde anhand von Fallbeispielen gezeigt, auf welche gesetzlichen Vorgaben zu achten ist und welche rechtlichen Möglichkeiten sich bereits bei Planung und Ausschreibung, aber auch bei der Materialwahl und Ausführung sowie Nutzung und Wartung eröffnen.

Metallbau und Denkmalschutz

Metallbau und Denkmalschutz hatte der Vortrag von Dr. Bruno Maldoner, Bundesdenkmalamt, zum Thema. Maldoner wies auf die historische Bedeutung des Werkstoffs Aluminium hin, das als Baustoff vermutlich erstmals 1884 in den USA eingesetzt wurde. In der Baudenkmalpflege wird Aluminium als Werkstoff heute bei bedeutenden historischen Bauten aus verschiedenen Epochen für Bauelemente, als Material für Instandsetzungen und Reparaturen, für Ergänzungen und Rekonstruktionen verwendet.

Innovationen für nachhaltige und benutzergerechte Gebäude

Nach Prof. Mahdavi, Leiter der Abteilung für Bauphysik und Bauökologie an der TU Wien, wissen Gebäude schon bald, wie viele Menschen sich in ihnen befinden und wie daher Heizungs- und Lüftungsverhältnisse zu regeln sind. Ziel ist etwa, das Facility Management zu unterstützen und die Energiekosten zu senken – Einsatzgebiet dafür sind unter anderem Bürohäuser mit Metallfassaden.

„Die Seele dieser selbstbewussten Gebäude ist eine zentrale Steuerungseinheit, die ein Modell des Gebäudes speichert. Dieses geht über eine 3D-Darstellung hinaus und bildet zusätzlich etwa alle technischen Geräte und Heizkörper ab, kurz, alles, was sich in diesem Gebäude befindet“, so
Mahdavi über das FWF-Forschungsprojekt. Über Sensoren erhält das Modell u. a. Informationen über Innen- und Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt in der Luft und Lichtverhältnisse. Aufgrund dieser Daten, die in Echtzeit aktualisiert werden, steuert es dann Beleuchtung, Heizung und Belüftung.

Optimierung von Arbeitsprozessen

„Studieren geht über Probieren“ formulierte Prof. Christoph Maier von der Fachhochschule Rosenheim sein Credo. Maier gab Hilfestellungen für die Optimierung von Arbeitsprozessen mit Hilfe von Simulationstools. „Die Abläufe in der Industrie sind so komplex, dass jeder Fehler immense Kosten verursachen kann, vor allem, wenn er erst spät entdeckt wird“, warnte Maier. Eine Ablaufsimulation könne dem entgegenwirken. Sie dient zur Ermittlung des dynamischen Verhaltens einer Produktionsanlage bezüglich Kapazität, Zeit, Anzahl, Verfügbarkeit und Dimensionierung der Anlagenkomponenten.

Präsentation des OÖ Dienstleistungszentrum

Prof. DI Wolfgang Kaufmann und Projektleiter Ing. Bernhard Zellinger vom Architekturbüro-Atelier Kaufmann und Partner in Linz führten die Teilnehmer durch das Oberösterreichische Landesdienstleistungszentrum. Ein anspruchsvolles Rahmenprogramm, bei dem unter anderem zukunftsweisende Bauprojekte in der oberösterreichischen Landeshauptstadt präsentiert wurden,
rundete den Tag ab. Bei einer Weinverkostung hatten die Brancheninsider Gelegenheit zum Networking und Meinungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Download: Programm Metallbautag (PDF-Format, 14 KB)
Download: Handouts Metallbautag (PDF-Format, 2,5 MB)

Im Bilderservice der AFI-Homepage können Journalisten für die Berichterstattung über den Österreichischen Metallbautag 2006 Fotos in Printqualität downloaden.

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